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Die Nachwuchsarbeit ist bei der Musikkapelle auf einen guten Weg

Nordhalben: Der Musikverein Nordhalben ist weiter am Wachsen. In der Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Karlheinz Schuberth von einem weiteren Mitgliederzuwachs berichten.

Dank sieben Neuaufnahmen, denen vier Austritte entgegenstanden, konnte die Mitgliederstärke auf 230 ausgebaut werden. Als Highlight bezeichnete der Vorsitzende das Kirchweihwochenende, wo die aktiven Musiker für beste Stimmung sorgten. Leider lasse der Besuch bei der Rosenmontagsgaudi, trotz besten Programmpunkten, kontinuierlich nach. Man fasste im Vorstand deshalb den Beschluss im nächsten Jahr eine geänderte Faschingsveranstaltung anzubieten. Als vollen Erfolg wertete der Vorsitzende dagegen das Schlappenbierfest im Bereich der Schule. Auch der von Michael Wolf hervorragend organisierte Tagesausflug wurde gut angenommen. Den Jungmusikern bot man bei einen dreitägigen Zeltlager ein unterhaltsames Programm, so Schuberth. Von einem finanziellen Überschuss konnte Kassenführerin Dorothea Dietrich berichten. Voll des Lobes zeigte sich deshalb auch Kassenprüfer Lorenz Deckelmann, der mit Bernd Neubauer die Prüfung vorgenommen hatte. Er bescheinigte eine ordentliche und übersichtliche Kassenführung. Dirigent Heiko Dietrich verwies auf die einzelnen Auftritte der Kapelle. Neben einer großen Anzahl von Festzügen bei verschiedenen Festen habe man die Rosenmontagsgaudi mit „selbst gemachter Musik“ bereichert. Stolz sei man auf die Nachwuchsarbeit, denn vor kurzer Zeit konnten mehrere Jugendliche das Leistungsabzeichen D1 des Nordbayerischen Musikbundes mit Erfolg ablegen. Im Herbst sei in Zusammenarbeit mit der Grundschule wieder eine „Werbeaktion“ um Nachwuchskräfte geplant. Auch stehen in nächster Zeit noch einige Termine mit „Wirtshausmusik“ an. Aufgrund verschiedener Gründe sei der alleinige Auftritt des Nachwuchses sehr schwierig, sagte Jugendleiterin Sonja Radlo und verwies auf einen einzigen Auftritt. Kapellensprecher Wolfgang Wachter appellierte an die aktiven Musiker den Probenbesuch ernster zu nehmen. Der Nachwuchs habe sich gut in den Klangkörper integriert, sagte er abschließend. Im Ausblick nannte Vorsitzender Karlheinz Schuberth die geänderte Faschingsveranstaltung am 26. Februar und die nächste Jahreshauptversammlung am 01. Oktober. Wenn genügend Interesse besteht, könne man auch wieder einmal eine Mehrtagsfahrt, evtl. nach Burghausen, durchführen. mw

Um einige persönliche Eindrücke zur derzeitigen Situation der aktiven Musiker haben wir Dirigenten Heiko Dietrich gefragt.

Demnach sei die Ausgangslage ganz gut. Mit der Lehrerin Christine Lippert habe man eine „Bezugsperson“ zur Grundschule und könne so immer mal wieder Kinder- und Jugendliche für die Musikkapelle gewinnen. Die einzelnen Ausbilder würden dann auch viel Zeit investieren, damit der Nachwuchs was lernt. Nach der kürzlich abgelegten Leistungsprüfung sei es jetzt das Hauptziel den Nachwuchs fest in die Kapelle zu integrieren. In der Vergangenheit sei dies auch immer ganz gut gelungen, problematisch werde es, wenn die Berufsausbildung oder das Studium beginnt und ein Großteil des Nachwuchses die Gemeinde verlässt. Dann müsse man teilweise oder ganz auf die Musiker verzichten, bedauerte der Dirigent die Lage. Trotz guter gemeindlicher Verhältnisse und einen großen Zusammenhalt sei dies auch künftig nicht umzukehren, bedauerte Heiko Dietrich die Situation. Er sei deshalb bestrebt die im Ort bleibenden Nachwuchsmusiker, aber auch die älteren Aktiven auf den jetzigen Stand zu halten. Ein „Expandieren“ sei fast unmöglich, blickt er realistisch in die Zukunft. Es sei einfach schwierig und zeitaufwändig neue Stücke einzustudieren und diese auch längerfristig im Spielplan zu haben. Wenn man den musikalischen Leiter nach dem Event der letzten Zeit fragt, antwortet er sofort: Das war das letzte gemeinsame Konzert zusammen mit dem Spielmannszug. Schön sind auch die traditionellen „Kerwa-Ständela“, wo sich mit Musik bei der Bürgerschaft für die gewährte Unterstützung während des gesamten Jahres bedanken möchte. Dabei geht es immer recht zünftig zu, weis der Dirigent zu berichten. Jeder hat seine bestimmte Aufgabe und füllt diese auch hundertprozentig aus. mw