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Die Straße in Tschirn wird breiter

Tschirn: Die Sanierung der Lehestener Straße in Tschirn warf in der Gemeinderatssitzung einige Fragen auf. Insbesondere stand der seitliche Ausgang der Kirche zur Diskussion.

Er soll nach den Worten der Planerin Christina Kleylein-Doppel vom Büro HTS weichen. Dies stieß sowohl im Gemeinderat als auch bei den zahlreich erschienenen Zuhörern auf Kritik. Gemeinderat Georg Barnickel (CSU) bezeichnete es als unmöglich im Bereich der Kirche die Straße näher an das Gotteshaus zu rücken. Zuhörer Christian Böhnlein forderte die Treppe zu erhalten und Gespräche mit der Kirche. Die Planerin verwies auf die Vorgaben von der Regierung als Zuschussgeber, wonach die Fahrbahn sechs und der Gehweg eineinhalb Meter breit sein müssen. Nach längerer Diskussion kam man zum Entschluss, dass das Büro prüft, inwieweit eine Optimierung rauszuholen ist. Die Planerin stellte die Fahrbahn mit einer durchgängigen Breite von mindestens sechs Meter vor. In der S-Kurve wird man sogar auf 6,8 Meter Breite kommen. Wie Christina Kleylein-Doppel weiter ausführte, wird es von der Kreuzung der Staatsstraße bis zum Berliner Ring einen durchgängigen Gehweg mit einer Breite von 1,5 Meter geben. Das letzte Teilstück bis zur letzten Zufahrt wird wegen der Lage nur einen Meter breit sein. Der Landkreis wird neben der Straße auch die Entwässerung mit den entsprechenden Kanalschächten bauen. Die Einbindungen der Nebenstraßen werden komplett mitgemacht, um später den Verkehr nicht mehr zu beeinträchtigen. Als Gesamtkosten nannte sie knapp 1,5 Millionen Euro, welche vom Landkreis und der Gemeinde zu tragen sind. Den Großteil der Summe verschlingt der Straßenbau mit 1,1 Millionen Euro, welche der Landkreis als Bau- und Kostenträger ebenso wie den Regenwasserkanal mit über 300.000 Euro zu tragen hat. Die Gemeinde ist für den Gehweg und den darin verlegten Breitbandausbau zuständig. Auch dieser löste wiederum eine Diskussion aus. Bürgermeister Peter Klinger (CSU) hatte die schlechte Nachricht zu überbringen und den Gemeinderat zu informieren, dass man nicht ins aktuelle Förderprogramm Breitbandausbau aufgenommen wurde. Entgegen der Ankündigung sei das Programm überzeichnet und man sei aufgrund des bisher guten Ausbaus von der benötigten Punktezahl weit entfernt. Für Tschirn bedeutet dies, dass man zumindest bei der anstehenden Maßnahme die Kosten voll übernehmen muss. Für spätere Maßnahmen hofft man auf weitere Förderprogramme. Gemeinderat Klaus Daum (Alternative für Tschirn) befürchtete, dass die neue Teerdecke bei den vorhandenen Schwerlast bald wieder in Mitleidenschaft gezogen wird.

Im Rückblick zog Bürgermeister Peter Klinger nach einem Jahr gemeinsamen Bauhof in der Verwaltungsgemeinschaft ein positives Fazit. Nach eine gewissen „Anlaufphase“ habe man besonders bei den Vertreterregelungen große Vorteile festgestellt. Mit dem Vollanschluss an die FWO habe man bei der Wasserversorgung nach längerer Diskussion den richtigen Weg gefunden. Leider sei man beim Projekt Teuschnitzer Straße 4 trotz intensiver Bemühungen nicht weitergekommen. Eine Umsetzung war wegen 60-prozentiger Preissteigerungen nicht möglich. Die Maßnahme steht im kommenden Jahr weiter auf der Agenda.

Gemeinderat Martin Roppelt forderte im Namen der Alternative für Tschirn für das nächste Jahr einen Sitzungskalender. Weiterhin informierte er, dass seine Fraktionskollegen ihr Erfrischungsgeld aus der letzten Wahl dem Jugendbildungshaus am Knock gespendet haben. Nicht müde wird Gemeinderat Klaus Daum (Alternative für Tschirn) und forderte zum wiederholten Male Verbesserungen bei der Kreuzung. Die angebrachten „Stop“ Schilder seien Kontraproduktiv. Für die Kinder sei es einfach zu gefährlich die Kreuzung zu überqueren. Er forderte mit Nachdruck eine Fußgängerampel.