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TBC gastiert erneut in Teuschnitz

Teuschnitz: „Gesunde Härte“ präsentierte das Totale Bamberger Cabaret (TBC) bei ihren erneuten Auftritt am Knock in Teuschnitz. Die dreiköpfige Gruppe zeichnete – obwohl oft in Großstädten auf den verschiedensten Bühnen zu finden – ihre genauen Ortskenntnisse des Auftrittortes aus. Berüchtigt ist auch in Teuschnitz, wo man bereits zum dritten Male zu Gast war, der enge Kontakt zum Publikum. Die drei TBC`ler um Helmut Vorndran, Georg Koeniger und Florian Hoffmann bieten mit „Gesunde Härte“ bereits das vierte Programm in dieser Besetzung. Neben großen politischen Themen waren auch eine Wanderung auf dem Jakobsweg, die Ansage in einem Baumarkt und der Golfplatz, wo man das Publikum mit einbezog heiße Themen. Stets schlagfest und witzig hatten sie beim zweistündigen Programm die Lacher auf ihre Seite gezogen. Dabei konnte man es nicht so recht glauben, dass gerade das  Teuschnitzer Publikum immer etwas Probleme bereitet, oder die Ludwigsstädter welche immer in der ersten Reihe Platz nehmen von den Ossis stammen. Auch den Sinn des Lebens dürfte man nicht in Pressig finden, wo aber interessante Fußballspiele gegen Reichenbach stattfinden. Falsch sei es auch, dass es in Bayern, dem Land mit den drei wichtigen F für „Fußball, Fichtelgebirge und Folkswagen“, keine Menschen gibt, die richtige lesen und schreiben können. Drücke man sich Missverständlich aus, sei Franken der Gazastreifen von Bayern, deutlicher genommen seien die Franken auch das Hawaii von Bayern. Das dem Spielort Teuschnitz nahe gelegene Effelter sei der schönste Ort von Franken, anders ausgedrückt sei Effelter das Paris von Franken. Schön wurde auch die aktuelle politische Situation in Bayern dargestellt. Seit der Landtagswahl sei man auf einem guten Weg zur Demokratie und komme auch mit der ärztlich verordneten „Franz-Josef Strauß Bescheinigung“ in Sachen Rauchverbotszonen nicht wirklich weiter. In der ebenfalls vom Arzt abgenommenen Eidesformel dürfe auch ein Zusatz auf das Mehren der Bankschulden nicht fehlen, wurde deutlich. Als Gegenpol zum Frauenarzt, der wie die Frauenparkplätze eine Monopolstellung einnimmt, solle auch ein Männerarzt von den Kassen eingeführt werden. Die drei Künstler zeigten auch auf, wie man in Sachen Bildung weiter voran kommt. „Das G8 war gestern, jetzt gebe es das G1“, ein Abitur in nur einen Jahr. Dabei müssten verschiedene Fächer zusammen gelegt und etwa acht Wochen Ferien gestrichen werden. Gut zusammen passen würden dabei Chemie und Religion, wenn BASF das „Beten am Sonntag Formittag“ sponsert. Wie man auch mit 73 Jahren noch erfolgreich dem begehrten Golfsport nachgehen kann zeigte man in der zweiten Runde unter Einbeziehung des Publikums. Sollte im Alter die Sehkraft nachlassen, könne man auch nach Gehör einlochen. Um wegen verschiedener Anschuldigungen dem Kaplan eine neue Aufgabe zuzuteilen, lies der Bischof diesen „antreten“. Dabei war der erhöhte Messweinverbrauch, aufgrund des trockenen Halses bei der Predigt aber nicht allein ausschlaggebend. Positive Zeiten stehen auch für die Bundespolitiker an, hier müssen vor allem die CSU-Parlamentarier auf dem Prüfstand, damit sie vor den Bundestagswahlen nicht rot werden. Wie wichtig ein gutes Hochdeutsch auch für Baumarktsprecher ist, zeigte eine anschließende Vorstellungsrunde. Auch auf die spontan vorbereitete Zugabe mussten die Zuhörer nicht lange warten, weil die Zeit zum „Wasserlassen“ nach dem zweistündigen Programm nicht allzu lange war. mw

 

 Bunt wie das Programm, so bunt auch die Kleidung. Foto: Michael Wunder

 

 

Der Kaplan bittet dem Bischof um Verzeihung. Foto: Michael Wunder