Schlagzeilen:

Die Büttenabende in Steinwiesen werfen ihre Schatten voraus

 

Steinwiesen: Während eine so langsam ans Aufhören denkt, steht die andere gerade am Anfang ihrer „Faschingslaufbahn“. Die Rede ist von Waltraud Kämpfer und Amira Hopf, welche beide am heutigen Freitag und morgigen Samstag bei den Büttenabenden in Steinwiesen als Gardetänzerinnen mitwirken. Der Name der Tanzgruppe „die Quergstraaften“, bei der Waltraud Kämpfer mitwirkt ergab sich vor vielen Jahren anhand ihres damaligen Outfits, welches allerdings längs gestreift war. Sie ist eigentlich schon länger beim Fasching aktiv, als es in der Faschingshochburg Steinwiesen Büttenabende gibt. Auch die Gruppe wurde bereits einige Jahre vor den Büttenabenden „zusammengewürfelt“ und trat unter anderen an Faschingstänzen auf. Sie selbst bezeichnet „die Quergstraaften“ als eine „super Truppe“, welche mitwirkende im Alter von Ende 30 bis 60 Jahre hat, wobei sie nicht nur die Dienstälteste, sondern auch an Lebensjahren am meisten auf den Buckel habe. Nicht nur die beiden Abende des Auftritts sind es, was den Fasching ausmacht, sondern auch die regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Übungen im Vorfeld der Büttenabende, sagte sie. Neben den Bühnenauftritt ist sie zusammen mit einigen weiteren Frauen der Gruppe seit Jahren eine Stütze des Bewirtungsteams und sorgt auch für das leibliche Wohl der Besucher. Während man sich am Freitag der Arbeit widmend und es anschließend beschaulich ausklingen lässt, wird am Samstag nach getaner Arbeit bis zum „bitteren Ende“ gefeiert, kündigte sie an. An größere Zwischenfälle, sowohl im positiven als auch im negativen kann sie sich nicht erinnern. „Es lief eigentlich immer recht rund ab, kleine Fehler wurden ausgebügelt und schnell wieder vergessen“, sagte sie im Vorfeld der diesjährigen Faschingsveranstaltungen.  

Die aus einer faschingsbegeisterten Familie stammende Amira Hopf ist mit ihren drei Jahren zum ersten Mal in der Minigarde dabei. Interesse am Faschingstreiben, der Musik und Bewegung zeigt sie bereits seit einem Jahr und bereitet sich seit rund vier Monaten auf den „großen Auftritt“ in der Kulturhalle in Steinwiesen vor. Mit ihren Freundinnen macht auch das Üben, welches unter der Leitung von Anna Feil regelmäßig einmal pro Woche stattfindet, rissigen Spaß. Wie uns ihre Mutter erläuterte wurde Amira auch durch ihre größere Schwester animiert, welche bereits seit drei Jahren beim Steinwiesener Fasching aktiv ist. Auch die Mutter hat früher in der Garde getanzt und der Vater wirkt noch heute im Elferrat mit. Das Outfit der Mini- Prinzengarde, dessen Mitwirkende zwischen drei und zwölf Jahre alt sind, teilt sich in zwei Gruppen. Während die Teilnehmer ab sieben Jahren bereits mit richtigen Kostümen die Bühne betreten, haben die Faschingsverantwortlichen für die jüngeren Röcke und Buddys in den passenden Farben anfertigen lassen. Auch das „Lampenfieber“ dürfte sich beim ersten Auftritt in Grenzen halten, zumal Amira bereits „Bühnenerfahrung“ bei Darbietungen im Sportverein hat. Auch ihre Schwester sah dies immer gelassen, so dass beide mit einer gewissen Ruhe die Sache zur Freude der Büttenabendbesucher angehen werden. Dank ihres großen Engagements ist heuer das Kinderprinzenpaar mit der „Ziggengarde“ bei der Narrennachwuchssitzung des Fastnachtsverbandes Franken und des Bayerischen Rundfunks in Veitshöchheim zu Gast. mw

 

Zitat des Tages:

Wir sind „nur“ Amateure und können uns kleinere Fehler leisten, gibt sich Waltraud Kämpfer im Hinblick auf den Büttenabenden in Steinwiesen gelassen.

 

 

 

Während die kleine Amira Hopf ihren ersten großen Auftritt entgegen fiebert, ist  Waldtraud Kämpfer seit vielen Jahren eine Bereicherung der fünften Jahreszeit in Steinwiesen.     Foto: Michael Wunder